
Verpackungsmaschinen
Teil von Verpackungsmaschinen: Typen, Normen und Investitionskosten
5 Verpackungsmaschinen für unterschiedliche Produktionsgrößen
Fünf Verpackungsmaschinen Typen für kleine bis große Serien: Halbautomat, Vollautomat, Schrumpftunnel, Umreifer und Kartonierer mit Preisen und Herstellern.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Fünf Typen decken kleine, mittlere und große Serien abHalbautomat, Schlauchbeutel-Vollautomat, Schrumpftunnel, Umreifungsmaschine und Kartonierer.
- Die Leistungen reichen von rund 200 bis 12.000 Stück pro Stunde, je nach Format und Automatisierungsgrad.
- Die Preise beginnen bei etwa 3.000 Euro netto für halbautomatische Umreifer und reichen bis über 120.000 Euro netto für vollautomatische Kartonierer.
- Als Hersteller treten Mosca, Rovema, Syntegon, Multivac, Kallfass und Gerhard Schubert auf.
Fünf Verpackungsmaschinen Typen mit Leistung, Herstellern und Preisen
Die Auswahl folgt der Stückzahl pro Schicht, der Formatvielfalt und der Rüstzeit. Die Tabelle ordnet fünf Verpackungsmaschinen Typen ein, jeweils mit einem Beispielhersteller. Alle Preise sind Nettopreise in Euro für Neumaschinen, ohne Packstoffe und ohne Anbindung an eine Linie.
Fünf Verpackungsmaschinen im Vergleich
Halbautomat
- Leistung
- 200–800 Stück/h
- Preis netto
- 8.000–30.000 €
- Beispielhersteller
- Smipack, Mosca
Schlauchbeutel-Vollautomat
- Leistung
- 2.500–12.000 Stück/h
- Preis netto
- 45.000–150.000 €
- Beispielhersteller
- Rovema, Syntegon, GEA, Multivac
Schrumpftunnel
- Leistung
- 600–2.400 Stück/h
- Preis netto
- 12.000–45.000 €
- Beispielhersteller
- Smipack, Kallfass, Hugo Beck
Umreifungsmaschine
- Leistung
- 600–2.400 Umreifungen/h
- Preis netto
- 3.000–20.000 €
- Beispielhersteller
- Mosca, Signode
Der VDMA bündelt Anbieter und Marktdaten zu Verpackungsmaschinen und ordnet Maschinenklassen sowie typische Investitionskosten ein.
Typ 1 und 2: Halbautomat und Schlauchbeutel-Vollautomat
Halbautomaten richten Kartons auf, verschließen Beutel oder setzen Deckel auf. Der Bediener führt Produkt und Packstoff zu, die Maschine übernimmt einen Teilschritt. Ein halbautomatischer Schrumpfverpacker von Smipack oder eine halbautomatische Umreifungsmaschine wie die Mosca RO-M Fusion schafft 200 bis 800 Stück pro Stunde. Diese Klasse passt zu wechselnden Formaten und Chargen bis etwa 500 Stück.
Vollautomaten arbeiten mit Folienrolle, Siegelnähten und Auswurf. Schlauchbeutelmaschinen von Rovema aus Fernwald, Syntegon aus Waiblingen, GEA oder Multivac aus Wolfertschwenden erreichen je nach Format 2.500 bis 12.000 Stück pro Stunde. Der Preis liegt meist zwischen 45.000 und 150.000 Euro netto, abhängig von Dosierung, Steuerung und Formatwerkzeugen. Die Klasse passt zu gleichbleibenden Großchargen ab etwa 5.000 Stück pro Auftrag.
Typ 3 bis 5: Schrumpftunnel, Umreifungsmaschine, Kartonierer
Ein Schrumpftunnel zieht Folie um Gebinde und fixiert sie mit Hitze. Mit vorgeschaltetem Verpacker, etwa von Smipack, Kallfass aus Schorndorf oder Hugo Beck, sind 600 bis 2.400 Packungen pro Stunde üblich. Der Preis liegt bei 12.000 bis 45.000 Euro netto, hinzu kommen Folienverbrauch und Energie. Das Umweltbundesamt vergleicht Verpackungsmaterialien und ihre Verwertung.
Umreifungsmaschinen sichern Kartons und Bunde mit Kunststoff- oder Papierband. Mosca aus Waldbrunn und Signode liefern Halbautomaten für 10 bis 20 Umreifungen pro Minute und Vollautomaten bis 40. Das entspricht 600 bis 2.400 Umreifungen pro Stunde. Der Preis liegt bei 3.000 bis 20.000 Euro netto, je nach Bandführung und Anbindung an eine Linie.
Kartonierer richten Faltschachteln auf, legen Produkte ein und verschließen sie. Anbieter wie Gerhard Schubert aus Crailsheim, IWK Verpackungstechnik aus Stutensee oder die Cama Group erreichen mit Wrap-around-Bauweise 600 bis 1.800 Kartons pro Stunde. Vollautomatische Anlagen kosten 35.000 bis 120.000 Euro netto. Bei genormten Formaten sinken die Rüstzeiten, weil Aufrichter und Werkzeuge aufeinander abgestimmt sind.
Leistungsangaben und Rüstzeiten einordnen
Prospekte nennen Stück pro Stunde, Takte pro Minute oder Kartons pro Minute. Vergleichen lassen sich diese Werte nur bei gleichem Format und gleicher Füllmenge. Ein Schlauchbeutel-Vollautomat erreicht seine Nennleistung selten mit Kleinteilen und häufigem Folienwechsel. Prüfen Sie die Leistung deshalb im ungünstigsten Ihrer Formate.
Verlangen Sie eine Abnahme mit Ihrem Produkt. Neben der Nennleistung zählen Rüstzeit, Ausschuss und Bedienaufwand. Ein Halbautomat mit 15 Minuten Umrüstung ist bei vier Formatwechseln pro Schicht oft wirtschaftlicher als ein schneller Vollautomat mit zwei Stunden Rüstzeit.
Investition planen: fünf Schritte und ein Rechenbeispiel
Investition planen
- Stückzahl pro Schicht und Formatwechsel pro Woche ermitteln.
- Nennleistung im kleinsten und größten Format anfragen, mit Mustern.
- Angebot um Rüstzeit, Ersatzteile, Schulung und Linienanbindung ergänzen.
- Energie, Druckluft, Folie und Karton in die Stückkosten rechnen.
- Branchendaten für den Vergleich nutzen, etwa die Strukturdaten des Statistischen Bundesamts zu Industrie und Verarbeitendem Gewerbe.
Beispielrechnung: Ein Halbautomat für 30.000 Euro netto läuft 1.600 Stunden pro Jahr. Bei acht Prozent kalkulatorischer Abschreibung entfallen 2.400 Euro pro Jahr, also 1,50 Euro pro Stunde. Eine Maschine für 80.000 Euro netto kostet in derselben Rechnung 6.400 Euro pro Jahr und 4,00 Euro pro Stunde.
Häufige Fragen
Welche Maschine passt zu 1.000 Stück pro Schicht?
Bei 1.000 Stück pro Schicht reicht häufig ein Halbautomat oder ein Schrumpftunnel mit Zuführung. Vollautomaten lohnen sich erst bei gleichbleibenden Formaten und höheren Stückzahlen.
Was kostet eine vollautomatische Schlauchbeutelmaschine?
Neumaschinen kosten meist 45.000 bis 150.000 Euro netto. Dosierung, Siegelnähte, Steuerung und Formatwerkzeuge bestimmen den Aufwand.
Wann lohnt sich ein Kartonierer?
Ab etwa 1.000 Kartons pro Schicht und gleichbleibenden Schachtelformaten. Bei wechselnden Formaten prüfen Sie zuerst einen Halbautomaten mit Rüstzeit unter 30 Minuten.
Welche Normen helfen bei der Auswahl?
Der Normenausschuss Verpackungswesen (NAVp) beim DIN erarbeitet Normen für Packmittel und Packhilfsmittel. Für die Sicherheit gilt die EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 ab Januar 2027.
Wie viele Maschinen braucht eine Linie?
Rechnen Sie die langsamste Station als Engstelle und planen Sie Puffer zwischen den Maschinen.



